ADAC-Rettungskarte

Wichtige Minuten am Einsatzort sparen

 

Die Technische Hilfeleistung gehört im Zeitalter des 21. Jahrhunderts zu der häufigsten Einsatzart der Stützpunktfeuerwehr Lesse. Im Vordergrund stehen dabei Verkehrsunfälle, die sich auf den Kreis- und Landstraßen sowie auf der Bundesautobahn 39 ereignen. Häufig sind Personen in ihren Fahrzeugen eingeklemmt, verletzt und brauchen dringend medizinische Hilfe. Es ist daher höchste Eile geboten und am Einsatzort muss eine patientenschonende Rettung gewährleistet werden, um die Unfallopfer nicht zusätzlich zu gefährden. Unter ständiger Absprache mit dem Rettungsdienst setzt der Angriffstrupp die hydraulischen Rettungsgeräte ein und versucht eine ausreichende Rettungsöffnung zu schaffen, um die beteiligten Personen aus den Fahrzeugen befreien zu können. Bei neueren Fahrzeugen können sich allerdings gewisse Probleme ergeben.

Der zunehmende Einsatz von aktiven und passiven Sicherheitssystemen in Fahrzeugen ermöglicht den Insassen Unfälle zu verhindern bzw. die Schwere eines Verkehrsunfalls herabzusetzen. Zu den aktiven Sicherheitssystemen gehören das Antiblockiersystem ABS und das Elektronische Stabilitätsprogramm ESP. Zu den passiven Sicherheitssystemen gehören der Gurtstraffer, der Airbag, die Knautschzone, der Überrollbügel sowie weitere konstruktive Maßnahmen.

 Aufgrund dieser passiven Sicherheitssysteme fällt es den Einsatzkräften immer schwerer, Gefahren abzuschätzen, die sich durch den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten ergeben könnten. Die Einsatzkräfte müssen z.B. nötige Vorsichtsmaßnahmen einleiten, um ein nachträgliches Auslösen der Airbags zu verhindern.

Eine Unterstützung für die Rettungskräfte bietet daher die sogenannte Rettungskarte, die auf Initiative des ADAC entwickelt wurde. Auf den Rettungskarten werden wichtige Fahrzeugdaten festgehalten, um den Einsatzkräften wichtige Informationen über die jeweilige Fahrzeugkonstruktion, über die Stromversorgung und über die passiven Sicherheitssysteme zur Verfügung zu stellen. Zahlreiche Rettungskarten werden auf den Internetseiten der Fahrzeughersteller zum Download angeboten, um einen verbreiteten Einsatz dieser Karten gewährleisten zu können.

Die Rettungskarten sollen anschließend im Fahrzeug hinter der linken Sonnenblende (Fahrerseite) mitgeführt werden, ein Aufkleber auf der Frontscheibe, den Sie kostenlos beim ADAC erhalten können, informiert die Einsatzkräfte über dessen Verfügbarkeit.

Weitere Informationen und die passende Rettungskarte zu Ihrem Fahrzeug finden Sie hier.